Foto: Gatzka

Nachreiner (r.) bei seinem letzten Pflichtspiel im Juli 2015. Foto: Gatzka

Das Verletzungspech reißt nicht ab! Nach Thomas Paulus, Robin Urban und Ali Odabas hat sich auch der vierte Innenverteidiger verletzt: Wie der Verein heute auf seiner Homepage vermeldete, zog sich Sebastian Nachreiner im letzten Test gegen den VfL Bochum einen Außenbandanriss im rechten Knie zu und fällt sechs bis acht Wochen aus.

Nachreiner hätte nicht spielen sollen

Besonders bitter: Nachreiner hätte gegen den Zweitligisten eigentlich gar nicht spielen sollen. Wie Trainer Heiko Herrlich vor der Partie auf der Pressekonferenz berichtete, sollte sich der Defensivmann schonen und nicht eingesetzt werden. Da er nach seiner schweren Verletzung in der Vorbereitung bereits wieder viel gespielt hatte und er langsam wieder aufgebaut werden sollte, wollte man nichts überstürzen. Doch dann musste Markus Palionis kurzfristig passen – und Nachreiner musste nun doch in die Startelf neben Marvin Knoll rücken.

Vor genau einem Jahr machte der 27-Jährige sein letztes Pflichtspiel für den SSV, nach dem Auswärtsspiel in Unterhaching zog er sich einen Kreuzbandriss zu und fiel für den Rest der Saison aus. Gegen Ende der Spielzeit stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein, wurde zur Sicherheit aber nicht mehr eingesetzt. Nachreiner ist der vierte von fünf Innenverteidigern, der jetzt zum Saisonstart ausfällt, Palionis ist zudem angeschlagen. Schon am ersten Spieltag ist das Lazarett also zielmlich voll und Herrlich zum Improvisieren gezwungen.

Herrlich: „Haben Spieler in Aussicht!“

Entgegen der dem Vorhaben nach der Odabas-Verletzung nicht mehr reagieren zu wollen, möchten die Verantwortlichen nun doch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden: „Wir haben ein paar Spieler in Aussicht und ich sehe bei dem einen oder anderen auch Chancen“, erklärte der Trainer im TVA-Interview, „aber es ist noch nichts spruchreif.“ Vor dem Auftakt am Samstag gegen Rostock wird es allerdings nichts mit einer Neu-Verpflichtung für dier dünn gewordene Innenverteidigung.